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Kettner Edelmetalle
19.08.2025
05:41 Uhr

Ukraine-Konflikt: Selenskyj vor schicksalhafter Entscheidung – Muss der Donbass aufgegeben werden?

Die Zeichen stehen auf Sturm in der ukrainischen Hauptstadt. WĂ€hrend sich Donald Trump und Wladimir Putin beim Alaska-Gipfel offenbar in wesentlichen Punkten einig geworden sind, steht der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj vor der wohl schwersten Entscheidung seiner Amtszeit. Der ungarische Journalist GĂĄbor Stier bringt es auf den Punkt: Die Frage lautet nicht mehr, ob die Ukraine Gebiete abtreten muss, sondern nur noch wie viel – und ob Selenskyj diese bittere Pille schlucken wird.

Trump dreht den Spieß um: Plötzlich liegt der Ball bei Selenskyj

Was fĂŒr eine Kehrtwende! Noch vor wenigen Wochen drohte Trump mit den hĂ€rtesten Sanktionen gegen Russland, sollte Putin einem Waffenstillstand nicht zustimmen. Jetzt, nach dem Gipfeltreffen in Alaska, klingt der US-PrĂ€sident völlig anders. „In vielen Punkten wurde eine Einigung erzielt", verkĂŒndete Trump gegenĂŒber Fox News und schob nach: „Nun liegt es an PrĂ€sident Selenskyj, es durchzuziehen."

Diese Wortwahl ist kein Zufall. Trump hat offensichtlich verstanden, dass der Kreml in der Donbass-Frage nicht nachgeben kann – und will. FĂŒr Putin sei dies eine politische Überlebensfrage, analysiert Stier treffend. Der russische PrĂ€sident werde das Gebiet entweder militĂ€risch erobern oder am Verhandlungstisch bekommen. Ein bedingungsloser Waffenstillstand ohne territoriale ZugestĂ€ndnisse? FĂŒr Moskau undenkbar.

Die bittere Wahrheit: Krim und Donbass sind verloren

Trump macht auf seiner Plattform Truth Social unmissverstĂ€ndlich klar, was er von der Situation hĂ€lt. Er teilte einen Beitrag, wonach die Ukraine Gebiete an Russland abtreten mĂŒsse, um weitere Landverluste zu verhindern. Noch deutlicher wurde er mit seiner Bemerkung: „Vergessen wir nicht, wie es anfing: Obama gab die Krim zurĂŒck und es wird KEINEN NATO-Beitritt der Ukraine geben. Es gibt Dinge, die sich nie Ă€ndern."

„Die Hoffnung, die Krim und den Donbass zurĂŒckzuerobern, hat sich damit zerschlagen", konstatiert der Bericht nĂŒchtern.

Diese RealitĂ€t ist fĂŒr viele in Kiew und bei den europĂ€ischen „Willigen" – wie sie im Bericht genannt werden – schwer zu verdauen. Doch die Zeichen stehen eindeutig: Putin soll Trump signalisiert haben, dass er im Gegenzug fĂŒr das gesamte Territorium von Donezk und Luhansk den weiteren Vormarsch stoppen wĂŒrde. Die Frontlinie in den sĂŒdukrainischen Regionen Cherson und Saporischschja wĂŒrde eingefroren.

Europas Rolle: Zwischen RealitÀtsverweigerung und stillem Einlenken

Besonders pikant ist die Rolle der europĂ€ischen VerbĂŒndeten. WĂ€hrend EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen gemeinsam mit Selenskyj noch vollmundig verkĂŒndet, man werde „den Donbass niemals aufgeben", zeigt sich Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron bereits nachgiebiger. Er spricht davon, dass die Ukraine den Verlust von Gebieten im Rahmen eines Waffenstillstands anerkennen könnte – ohne damit die SouverĂ€nitĂ€t anzuerkennen, aber als „sehr ernstes ZugestĂ€ndnis".

Diese Uneinigkeit innerhalb Europas ist symptomatisch fĂŒr die verfahrene Situation. Die europĂ€ischen Politiker, die jahrelang Durchhalteparolen ausgegeben und Milliarden in diesen Konflikt gepumpt haben, stehen nun vor den Scherben ihrer Politik. Die RealitĂ€t hat sie eingeholt – und diese RealitĂ€t heißt: Der Westen kann und will diesen Krieg nicht mehr finanzieren und unterstĂŒtzen.

Vier Szenarien – und keines davon ist gut fĂŒr die Ukraine

Der Bericht skizziert vier mögliche Entwicklungen, und keine davon verspricht der Ukraine eine rosige Zukunft:

Erstens: Selenskyj akzeptiert die Bedingungen. Das wĂŒrde einen massiven Gesichtsverlust bedeuten und könnte innenpolitisch sein Ende einlĂ€uten.

Zweitens: Selenskyj lehnt ab und Trump erhöht den Druck. Die Folgen fĂŒr Kiew wĂ€ren katastrophal – ein Kampf an zwei Fronten gegen Moskau und Washington ist aussichtslos.

Drittens: Trump wĂ€scht seine HĂ€nde in Unschuld, reduziert die US-Beteiligung und ĂŒberlĂ€sst die Ukraine ihrem Schicksal. Ohne amerikanische UnterstĂŒtzung wĂ€re der Konflikt fĂŒr Kiew nicht mehr zu gewinnen.

Viertens: Die „Falken" ĂŒberzeugen Trump, seine Position zu ĂŒberdenken. Dies wĂŒrde eine neue Eskalationswelle bedeuten – mit unabsehbaren Folgen fĂŒr alle Beteiligten.

Die unbequeme Wahrheit, die niemand hören will

Was dieser Bericht schonungslos offenlegt, ist das komplette Versagen der westlichen Ukraine-Politik. Jahrelang hat man in Berlin, BrĂŒssel und Washington Illusionen genĂ€hrt, Milliarden verbrannt und Menschenleben geopfert fĂŒr ein Ziel, das von Anfang an unrealistisch war: Russland militĂ€risch in die Knie zu zwingen.

Jetzt, wo Trump die Reißleine zieht und pragmatisch mit Putin verhandelt, stehen die europĂ€ischen Politiker wie begossene Pudel da. Ihre moralische Überhöhung, ihre Sanktionspolitik, ihre Waffenlieferungen – all das hat nicht zum gewĂŒnschten Ergebnis gefĂŒhrt. Im Gegenteil: Europa hat sich wirtschaftlich selbst geschadet, wĂ€hrend Russland neue Handelspartner gefunden hat.

Die deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz, die erst seit Mai im Amt ist, erbt nun dieses Desaster. Ob sie den Mut haben wird, einen realistischen Kurs einzuschlagen, oder ob sie weiter der Illusion nachhĂ€ngt, man könne Russland besiegen, wird sich zeigen. Die Zeichen stehen jedenfalls auf ErnĂŒchterung.

Eines ist sicher: Die Zeit der großen Worte und leeren Versprechungen ist vorbei. Die RealitĂ€t hat die Politik eingeholt. Und diese RealitĂ€t heißt: Der Westen muss akzeptieren, dass er diesen Konflikt nicht gewinnen kann. Je frĂŒher diese Erkenntnis in Kiew, Berlin und BrĂŒssel ankommt, desto weniger Menschenleben werden noch sinnlos geopfert.

FĂŒr Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Die geopolitischen Unsicherheiten bleiben bestehen. In solchen Zeiten haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber stets als sichere HĂ€fen bewĂ€hrt. Sie sind unabhĂ€ngig von politischen Entscheidungen und bieten Schutz vor den Verwerfungen, die solche Konflikte mit sich bringen.

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