
Merz: Keine Koalitionen mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht in Sachsen und Thüringen
Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat klar gemacht, dass er sich keine Koalitionen mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) auf Bundes- oder Landesebene vorstellen kann. Diese Aussage tätigte er am Samstag bei „Welt TV“ während des CSU-Parteitags in Augsburg. Merz betonte, dass die ideologischen Unterschiede zwischen der CDU und dem BSW zu groß seien, um eine Zusammenarbeit in Erwägung zu ziehen.
Klare Abgrenzung zur BSW
Merz erklärte, dass es in den laufenden Gesprächen in Dresden und Erfurt um Länderkompetenzen und Zuständigkeiten der Länder gehe. Dennoch machte er unmissverständlich klar: „Ich kann mir Koalitionen da nicht vorstellen.“ Er ließ jedoch offen, ob es andere Formen der Zusammenarbeit geben könnte und betonte, dass solche Entscheidungen vor Ort getroffen werden müssten. Wagenknecht selbst werde dabei aber nicht die entscheidende Person sein, so Merz. „Das entscheiden wir“, fügte er hinzu.
Ideologische Kluft
Merz verwies auf Wagenknechts Hintergrund in der „Kommunistischen Plattform“ der früheren Linkspartei und stellte fest: „Das ist ein Politikverständnis, das wir nicht teilen. Das ist alte DDR, aber nicht die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland.“ Auch Wagenknechts Haltung zu Israel sei ein Punkt, an dem man sehe, dass es keine gemeinsamen politischen Überzeugungen gebe.
Auch Söder lehnt Koalitionen ab
Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder sprach sich ebenfalls gegen eine Zusammenarbeit mit der BSW aus. Durch den Ausschluss von Koalitionspartnern wie der BSW und der AfD verengen Merz und Söder die Optionen für CDU/CSU nach der Bundestagswahl deutlich. Laut dem jüngsten ARD-„Deutschlandtrend“ käme aktuell für die Union nur noch die SPD als möglicher Koalitionspartner infrage.
Politische Konsequenzen
Die klare Abgrenzung von Merz und Söder gegenüber dem Bündnis Sahra Wagenknecht und der AfD zeigt, dass die CDU/CSU weiterhin auf traditionelle Werte und eine konservative Politik setzt. Dies könnte jedoch die Handlungsspielräume der Union in zukünftigen Koalitionsverhandlungen erheblich einschränken, insbesondere wenn die SPD als einzige verbleibende Option betrachtet wird.
In einer Zeit, in der die politische Landschaft in Deutschland zunehmend fragmentiert erscheint, bleibt abzuwarten, wie sich diese klare Positionierung der CDU/CSU auf ihre Wahlergebnisse und zukünftige Regierungsbeteiligungen auswirken wird. Die ideologische Kluft zwischen den Parteien wird somit weiterhin ein zentrales Thema der deutschen Politik bleiben.

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