
Die Untote der deutschen Politik: Merkel predigt Klimaschutz – und verteidigt ihren größten Fehler

Man könnte meinen, sie habe genug angerichtet. Doch Angela Merkel, die Frau, die wie kaum eine andere für den schleichenden Niedergang dieser Republik steht, hat es sich nicht nehmen lassen, beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Bundesumweltministeriums erneut ans Rednerpult zu treten. Und was sie dort von sich gab, klang wie aus einer längst vergangenen Epoche – als hätte man eine Zeitkapsel aus dem Jahr 2015 geöffnet.
„Überlebensfrage der Menschheit“ – die alte Leier
Der Klimawandel, so verkündete die Altkanzlerin am Dienstag in Berlin, bleibe „eine Überlebensfrage der Menschheit“. Manchmal scheine ihr dieses Thema in diesen Tagen „ein wenig in den Hintergrund zu treten“. Ein bemerkenswerter Satz – ausgerechnet aus dem Mund jener Frau, deren energiepolitisches Erbe das Industrieland Deutschland an den Rand des Kollapses manövriert hat.
Während in den Werkshallen die Lichter ausgehen, während Stahl, Chemie und Automobilbau abwandern und ganze Belegschaften um ihre Existenz bangen, sorgt sich die Pensionärin im Ruhestand um den Tatendrang beim Klimaschutz. Man fragt sich unwillkürlich: In welcher Realität lebt diese Dame eigentlich?
Der Atomausstieg – verteidigt bis zur letzten Patrone
Besonders pikant: Merkel verteidigte abermals ausdrücklich den von ihrer Regierung 2011 im Panikmodus nach Fukushima durchgepeitschten Atomausstieg. „Ich bin bis heute der Meinung, dass wir unsere Klimaziele auch ohne die Kernenergie erreichen können“, ließ sie wissen. Beim „Kampf gegen die Erderwärmung“ habe sie in sich die „Außenpolitikerin entdeckt“.
„Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung und nicht nach dem Vorsorgeprinzip.“
Eine selten dämliche Aussage, wenn man bedenkt, dass selbst die eigenen Parteifreunde inzwischen die Reißleine ziehen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, ebenfalls CDU, bezeichnete die Abkehr von der Kernkraft auf einem internationalen Atomenergie-Gipfel in Frankreich im März 2026 als das, was sie ist: einen „strategischen Fehler“.
Während die Welt umsteuert, bleibt Deutschland im Ideologie-Modus
Die Ironie der Geschichte könnte kaum bitterer sein. In den USA und in China erlebt die Kernkraft eine wahre Renaissance. Peking setzt auf eine clevere Strategie der Serienfertigung, integriert sowohl klassische Atomkraftwerke als auch kleine modulare Reaktoren. Und Deutschland? Deutschland hat seine letzten Meiler abgeschaltet, sprengt die Kühltürme und betet, dass im Winter der Wind weht und die Sonne scheint.
Der Realitätssinn ist anderswo zu Hause. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erntete für ihre Pläne zum Ausbau grundlastfähiger Gaskraftwerke zunächst heftige Kritik – nur um durch eine Studie des Science Media Center bestätigt zu werden: Ohne den Ausbau einer verlässlichen Stromversorgung droht dem Land buchstäblich der Blackout. Es würde im wahrsten Sinne des Wortes dunkel werden.
„Bleiben Sie standhaft“ – ein Aufruf zum kollektiven Selbstmord?
Die Krönung lieferte Merkel mit ihrem Aufruf an die Klimaaktivisten: „Bleiben Sie standhaft.“ Den Zertifikatehandel lobte sie als „wichtig und richtig“. Es gelte, ihn fortzuführen. Man muss diese Sätze zweimal lesen, um die ganze Tragweite zu erfassen. Eine Frau, die maßgeblich für die Deindustrialisierung dieses Landes verantwortlich zeichnet, ermutigt jene, die diesen Kurs noch beschleunigen wollen.
Daran ändert auch ihre kokette Selbstkritik nichts, ob es in ihrer Macht gelegen hätte, „beim Klimaschutz mehr Vorsorge zu treffen“. Nein, Frau Merkel – das Problem war nie zu wenig Klimapolitik. Das Problem war Ihre gesamte Amtszeit.
Ein Land bezahlt die Rechnung
Während Deutschland sich in moralischer Selbstüberhöhung sonnt und seine Wirtschaft auf dem grünen Altar opfert, lacht der Rest der Welt. China hat unlängst mal eben das CO2-Jahresbudget Deutschlands aus seiner eigenen Bilanz herausgerechnet. Autos, die hier nicht mehr gebaut werden dürfen, rollen nun in der Volksrepublik unter weitaus schlechteren Umweltbedingungen vom Band. Toller Klimaschutz, in der Tat.
Die eigentliche Überlebensfrage stellt sich nicht durch das Wetter, sondern durch die Frage, wie lange sich dieses Land eine derart realitätsferne Politik noch leisten kann. Es braucht endlich Politiker, die wieder für Deutschland regieren – und nicht gegen es. Eine Auffassung, die längst nicht mehr nur unsere Redaktion teilt, sondern ein erheblicher Teil der deutschen Bevölkerung.
Was bleibt: Sachwerte statt Versprechen
In einer Zeit, in der die politische Klasse ideologische Experimente auf dem Rücken der Bürger austrägt, in der Energiepreise explodieren und die Inflation an der Kaufkraft nagt, suchen immer mehr Menschen nach Beständigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie Krisen, Währungsreformen und politische Verirrungen überdauern. Sie lassen sich nicht per Knopfdruck entwerten und kennen keine Brandmauer. Als solides Fundament eines breit gestreuten Vermögens behalten sie ihren Glanz – ganz gleich, welche „Überlebensfrage“ gerade durch die Talkshows geistert.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Eine Haftung für etwaige Vermögensschäden wird ausgeschlossen.

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